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Meine Story

Das Bild ohne Klamotten ist leider nichts geworden. 🙂

Freitag Vormittag, schönes Wetter, die Sonne schien und ich wollte einfach etwas mehr Ordnung schaffen. Ich hatte heute frei, stand da in der Scheune und stapelte ein paar Umzugskartons hin und her.

Mmmmmh, was war das für ein Druck in der Brust? Kurze Pause. Shit, es wird nicht besser. Ganz leicht weiter räumen, der Druck wird wieder größer. Aahrg, Mist, ich höre lieber auf, was ist da los, Mensch?

Ich kenne diesen Druck. Vor 14 Jahren habe ich in allerletzter Minute einen Stent bekommen, sonst wäre es ein kapitaler Herzinfarkt geworden. Ich fahre lieber nach Hause und ruhe mich kurz aus. Doch es wird immer noch nicht besser, aber auch nicht schlimmer. Ich bin trotzdem total unruhig. Ich telefoniere noch kurz mit Ute, einer Freundin, und dann geht dieser Druck wieder los. Mann, ich mach doch gar nichts Anstrengendes.

Mir wird es immer mulmiger und ich merke, wie langsam die Angst in mir hoch kriecht. Ich muß den Notarzt anrufen, das ist jetzt nicht mehr lustig. Scheiße, wieder mal kein Empfang mit dem Handy, oh Gott ich kann nicht raus telefonieren, mir wird heiß und kalt, WLAN klappt auch nicht, langsam bekomme ich Panik. Puh, Gott sei Dank ist bei den Vermietern jemand da und ich kann telefonieren. Sie schicken gleich jemanden.

Ich spüre, heute komme ich nicht mehr nach Hause, packe ein paar Sachen zusammen und gehe vor an die Straße. Kurz drauf kommt der Rettungswagen aus dem Nachbarort, Glück gehabt. Ich beantworte geduldig die Fragen der Sanitäter und lege mich auf die Liege. Der Druck nimmt langsam wieder zu, meine Angst auch, und doch fühle ich mich in guten Händen. Bamm, boa, der Druck wird noch heftiger, ich spüre wie mein Herz immer schneller schlägt, ich spüre den Puls am Hals, ich bekomme nicht mehr viel mit und

HALLELUJA ist das hier schön, diese Ruhe, dieser Frieden, dieses grelle Licht, das alles aufzusaugen scheint, diese Farben, sooo schön, das habe ich noch nie gesehen, ist das geil hier. Menschen und Szenen rauschen an mir vorbei. Irgendwie kenne ich das alles schon, ein dejavu? Alles rast an mir vorbei, ich kriege nichts wirklich mit, meine Güte geht das schnell, das-ähm-ich-puh, ich reiße die Augen auf, und dann war da wieder der Sanitäter mit dem Vollbart. „Wir haben Sie gerade wiederbelebt, alles ist gut, wir fahren jetzt ins Klinikum nach Ingolstadt“.

Im Tiefflug rasen sie die B16 entlang, durch die Stadt und dann ging’s direkt in den OP, sie ließen alles stehen und liegen, Herzkatheder, der alte Stent war zu, ich hatte im Rettungswagen Kammerflimmern und einen Herzinfarkt und Herzstillstand. Die Ärzte setzten jetzt 2 Stents und nach einer Stunde kam ich auf die Intensivstation. Ich bin der Notfallmedizin gerade soo dankbar.

Da lag ich nun, im Büßerhemdchen, verkabelt, an blinkende Apparate angeschlossen, ein ständiges Hupen und Piepsen und die Krankenschwester war eine Seele von Mensch. Aber Mann, niemand außer Ute, mit der ich telefoniert hatte, ahnte, daß ich hier liege.

In Gedanken ging ich die letzten Wochen und Monate durch. Da war vor einiger Zeit dieses Ereignis mit meiner Partnerin, was mich emotional doch viel härter getroffen hatte als ich dachte, ich arbeite in einem langweiligen Job, der mir meine Rechnungen bezahlt, ich wohne in einem kleinen Zimmer für Monteure, weil ich am alten Platz nicht mehr bleiben durfte und auf die Schnelle nichts Besseres fand. Irgendwie beschlich mich wieder das Gefühl, daß mich mal wieder niemand haben wollte. Warum kann ich nicht mal irgendwo Wurzeln schlagen? Bin ich irgendwie doch wieder alleine auf dieser Welt, wie schon so oft? Ich lag auf dem Scherbenhaufen meines Lebens.

Aber warum dann jetzt dieser Hammer? Ich bin doch seit vielen Jahren „auf dem Weg“. Meine persönliche Weiterentwicklung geht seither mit atemberaubendem Tempo voran. Ich habe mein Herz geöffnet, seit mehr als 2 Jahren tanze und bewege ich mich mit großer Begeisterung, spüre die Freude und den Spaß damit und wie gut es mir tut, wie ich wieder beweglicher werde, wie ich übers Spüren die Dinge endlich verstehe und wie schön die Begegnungen mit den Menschen sind.

Und ich arbeite doch auch noch an meinem Coachingbusiness. Gut, es geht sehr schleppend voran und so wirklich viel ist nicht passiert, ein paar Workshops, und das ist auch schon wieder eine Weile her.

Die Männertreffen und -auszeiten der letzten Jahre, ja, die haben mir gut getan. Da konnte ich sein, Kraft tanken und an die anderen Männer selber soviel Kraft weitergeben. Mir kamen die Sätze in den Sinn die ich immer wieder höre:
 
• „Dirk, Deine Umarmungen sind der Hammer,“
• „Du bist halt mehr als nur ein Teilnehmer“,
• „endlich ein Mann, der mich auch mal halten kann“,
• „ja, einer der Männer anführen kann“,
• “wenn ich Dich spüre, wünschte ich, mein Vater wäre so gewesen“,
• „Sag mir Bescheid, wenn Deine Workshops losgehen“und 
• „wann fängst Du endlich an, Deine eigenen Workshops zu machen?“

Bämm, erwischt.

Deswegen bin ich hier! Die haben mich nicht gehen lassen, weil ich hier noch etwas zu erledigen habe! Ich hatte ja noch nicht mal richtig angefangen!!!

Stimmt, seit Jahren rede ich von Männercoaching, sammle immer noch mehr Wissen an, nehme immer wieder an noch mehr Workshops teil, bin ständig am „Optimieren“, bastle an der Internetpräsenz weiter und dann schmierte die ganze Kiste auch noch ab, also Alles wieder von vorn.

Na klar, ich bin hier um eine Mission zu erfüllen, mit Männern zu arbeiten, die wirklich bereit sind ihr Leben zu ändern und es sich wieder zurückholen wollen.

Und ich? Ich wollte doch noch eine Delle ins Universum hauen.

Und ja, auch ich hole mir gerade mein Leben zurück! Als Sohn, als Freund, als Kollege, als Wegbegleiter, als Liebespartner und als MANN!

Und jetzt sitze ich hier in meinem kleinen Zimmer und schreibe diese Geschichte auf. Lieben Dank an Mark Oswald für die Inspiration hierzu. Ich habe unverhofft ein paar Tage frei bekommen und tauche im Flow des letzten Wochenendes: „we space contact festival“ bei der Nature Community in Schönsee.

Beim Schreiben erwischt es mich immer wieder und ich lasse die Tränen einfach laufen. Auch jetzt wieder, als ich alles noch einmal durchlese.

Genau DAS bin ich. AHO

Und welche Erkenntnisse mich noch durch dieses Ereignis ereilten, teile ich demnächst in einem weiteren Beitrag.

Bis gleich in diesem Leben  <3

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Herzliche Männergrüße

Dirk

P.S.: Hol Dir DEIN LEBEN wieder zurück!